Andreas Nigelsson war nicht nur Vogt von Kopenhagen und Mitglied im dänischen Reichsrat, sondern unternahm auch - vermutlich im Auftrag von König Erich von Pommern - Kaperfahrten im Kampf zwischen Dänemark und Holstein.
Leben
Namensvarianten: Andrea Nicholai, Anders Nygelsson, Anders Nighelsson, Andris Nigelsson, Anders Nykelsson, Andreas Nyelsson, Andres Nygelsson
Lebensdaten: unbekannt
Herkunft: unbekannt
Tätigkeitsgebiet: Dänemark und Ostseeraum
Verwandtschaft: Zur gleichen Zeit gab es im dänischen Reichsrat auch einen Otto Nigelsson und einen Erich Nigelsson, möglicherweise sind sie Verwandte von Andreas.
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer:
- Verhandlungen mit Dänemark (1434 Sept. - Okt.):
- 1420 wird ihm vorgeworfen, Waren von einem danziger Bürger gestohlen, die Kleidung, die in den Kisten waren, herausgenommen und sie - mit alten Kleidern befüllt - zurückgeschickt zu haben
- auch wurde er beschuldigt, zusammen mit Jesse Bosen einen Schiffer ausgeraubt zu haben, der vor dem Slote zu Kopenhagen lag
- 1411 soll er einen Schiffer um einiges Gut gebracht haben
- 1424 soll er Waren von einem aufgelaufenen Schiff entwendet haben, die Hans Scherer und Johan Winranken gehörten
- 1427 soll er mehrere Tonnen mit Hering gestohlen haben [1]
Status: Ritter, Vogt von Kopenhagen
Fahrgemeinschaften: unbekannt
Auftraggeber: wahrscheinlich Erich von Pommern
Angaben zu Schiff und Besatzung: unbekannt
Sonstige Tätigkeiten:
- Verhandlungen zu Horsens (1432 Aug. 22.): begleitete Steen Basse, Herrn Johannes, Bischof von Roskilde, Knappen oder Ritter Petro Bille, und Bischof von Lund zu der Verhandlung
- Verhandlungen zu Vordingborg (1435 Jul.): hat zusammen mit dem Bischof to Rozskylde, dem Bischof zu Anslo, Erik Crummediik, Esghen Brok, Steen Basse, und dem Knappen Olaff Axelsson einen Brief von Erich von Pommern unterzeichnet, in dem er auf den Bundesvertrag vom 15. Juni 1423 verzichtet. Außerdem unterschreibt er zusammen mit Peter, Erzbischof von Lund, Johann von Roeskild, Christian von Ripen, Ulrich von Aarhuus, Nafno von Odensee, Gerhard von Börglum, Johann von Oslo, Benedict, Prior zu Antvorskow, Erick Krummedik, Hermann van dem Haghen, Peter Lucke, Jacob Basse, Joachim Scheplioz, Heinrich Rantzau, sowie einigen nicht namentlich genannten Knappen und den Städten Kopenhagen und Malmö den mit Lübeck, Hamburg, Lüneburg und Wismar geschlossenen Frieden
- Verhandlungen zu Kopenhagen und Kalmar (1436 Jul. - Sept.): war neben Olrik, Bischof zu Arhusen, dem "strengen Herr" Erik Krummedik, Trud Hasse, Eseke Brok, Luder Kabel, dem Ritter Jons Grym, Hans Cropelin, Otto Nigelsson, Hermen van deme Haghene, Oleff Axelsson, Albert Budesbak und Aghe Lunghe ein Schiedsrichter auf der Seite des dänischen Königs im Streit zwischen Dänemark und Schweden. Auch wird er als Mitkläger genannt bei der Klage Erichs gegen die Schweden zusammen mit: Bischof Olrick von Arhusen, Erik Krummedik, Jons Grym, Steen Basse, Luder Kabel, Esge Brok, Aghe Lunghe, Otto Nighelsson, Albert Budelsbak, Jesse Eriksson, Alff Asdal, Oleff Axelsson und Hermen van deme Haghene[2]
- Versammlung zu Marienwerder (1440 Aug. 24): wird zusammen mit dem Erzbischof Johann von Lund, Erich Nigelsson und Sten Bosse als Mitglied des dänischen Reichsrats genannt
- Verhandlungen zu Kopenhagen (1441 Jun. - Sept.): ist einer der Ritter, die Erich von Pommern zu der Verhandlung begleiteten zusammen mit: Eric Nykelsson, Merten Jonsson und Hinrik Kanutesson[3]
Sonstiges
gesucht in: Dansk Biographisk Lexikon, HUB, HR II, 1&2
Quellen
Verein für hansische Geschichte(Hg.): Hanserecesse. Zweite Abtheilung, Erster Band. Leipzig 1876.
Verein für hansische Geschichte(Hg.): Hanserecesse. Zweite Abtheilung, Zweiter Band. Leipzig 1878
Literatur
Einzelnachweise
↑
Hanserecesse Abteilung II, Band 1
↑
Hanserecesse, Abteilung 2, Band 1
↑
Hanserecesse, Abteilung 2, Band 2