Arnald Johannesson ist ein Gewaltakteur, der wohl im Ostseeraum anzusiedeln ist, aber dessen Taten auch teilweise einem anderen, früheren Gewaltakteurs ähnlichen Namens zugeordnet werden können (siehe dazu: [[Arnd Jansson (Rieland)]] "[[Arnd Jansson (Rieland)]]")).

## Leben

Namensvarianten: Arnaldus Jonesson [1], Arnald Johannesson [2], Aernoud Janssone [3], Arnold Jonyssone [4].

Lebensdaten:

Herkunft: Vermutlich Danzig.[5]

Tätigkeitsgebiet: Preußen, Danzig, Hull, Boston, Berwick, Bristol, Lynn, Sluis [6].

Verwandtschaft:

## Tätigkeiten

Aktivitäten als Fehdehelfer:

- Ihm wird (als Arnald Johannesson) in einer englischen Klageschrift von 1407 vorgeworfen, am 27.2.1404 gemeinsam mit [[Johannes Pykbrynner]], ebenfalls aus Danzig, Güter von [[Thomas Hunte]] und anderen Kaufleuten aus Lenne im Wert von 615 Nobel festgehalten und ihren Weiterverkauf bis zum Zeitpunkt der Erlassung der Klageschrift nicht vollzogen haben. [7]

Status: vermutlich wird er als General bezeichnet[8]

Fahrgemeinschaften:

Auftraggeber:

Angaben zu Schiff und Besatzung: vermutlich in Besitz eines Holks (der Besitz kann aber wohl eher dem Lübecker Schiffer [[Arnd Jansson]] zugeordnet werden)[9], als mutmaßlicher General soll er 30 Männer hinter sich haben.[10]

## Sonstige Tätigkeiten:

Die folgenden Fälle können nicht genau einer der folgenden Personen zugeordnet werden: Arnald Johannesson, [[Arnd Jansson (Rieland)]] "[[Arnd Jansson (Rieland)]]") und dem Lübecker [[Arnd Jansson]] (Kaufmann oder Kapitän, Kategorie: Gegner).

- 1389 wird in einem Lübeker Schadensregister, dass sich an die Flamen richtet, ein Arnd Johannson aufgeführt, dem in zwei Fällen zum einen 56 Groschen und zum anderen 40 und 20 Groschen geschuldet würden.[11] (Die Nennung Arnt Johansson kann auch dem Lübecker zugeordnet werden.)
- 1393 wird ein Anders Jonsson aus der Schuldhaft der [[Gebrüder Bernevur]] aus Wismar entlassen.[12]
- In einem Klageartikel der Preußen und Livländer gegenüber den Engländern aus dem Jahr 1403 soll ein gewisser [[Tuttebury]] Arnald Johannessons Schiff, das mit Weizenmehl und Getreide beladen war, genommen haben.[13] (Die Nennung Arnt Johansson kann auch dem Lübecker zugeordnet werden.)
- In einer Antwort der Engländer vom 28. Juni 1407 auf die Klageartikel der Preußen erklären diese, dass [[Johannes Rose]] gerecht und im Rahmen der Vernunft zur Befriedigung und zur Besserung Güter (27 librarum, 15 soliderem, 4 denariorum) von Arnald Johannesson genommen habe.[14] (Die Nennung Arnt Johansson kann auch dem Lübecker zugeordnet werden.)
- In einer Antwort der Engländer vom 28. Juni 1407 auf die Klageartikel der Preußen erklären diese, dass General Johanni Anradli Schadenersatz durch [[Laurentius Vosse]] aus Danzig gegeben wurde.[15] (Die Nennung Arnt Johansson kann auch dem Lübecker zugeordnet werden.)
- 1422 verliert ein gewisser Arnt Johansson eine Holke, die Güter von [[Lantmeyjenrys]], einem Händler, geladen hatte, auf dem Weg nach Zutbervyk (England) an die Engländer.[16] (Die Nennung Arnt Johansson kann auch dem Lübecker zugeordnet werden.)

## Sonstiges

Nachgeprüft in: HR I.1 - II.1, HUB 4, HUB 5, HUB 6, Lü UB, Meck UB XXII, Meck UB XXIII, Meck UB XXIV, Meck UB Nachtr. XXVb, Preu UB onl.

Georg Asmussen geht in seinem Werk von nur einer Person Arnald Johannesson aus und schreibt diesem einen Tätigkeitszeitraum von 1386-1422 zu. Dies ist stark zu hinterfragen. Wahrscheinlicher handelt es sich um zwei unabhängig voneinander agierende Akteure.[17]


## Quellen

_Die Recesse und andere Akten der Hansetage von 1256-1430_. Band II. Leipzig 1872.

_Die Recesse und andere Akten der Hansetage von 1256-1430_. Band III. Leipzig 1875.

_Die Recesse und andere Akten der Hansetage von 1256-1430_. Band V. Leipzig 1880.

_Hanseakten aus England, 1275 bis 1412_. Bearbeitet von Karl Kunze (= Hansische Geschichtsquellen. Hg. vom Verein für hansische Geschichte, Band VI). Halle a. d. Saale 1891.

_Hansisches Urkundenbuch. Vierter Band. 1361 bis 1392_. Hg. von Karl Kunze. Halle a. d. Saale 1896.

_Hansisches Urkundenbuch. Sechster Band. 1415 bis 1433_. Hg. von Karl Kunze. Halle a. d. Saale 1905.

_Mecklenburgisches Urkundenbuch, XXV. Band, Teil B. Nachträge II. Reihe: 1235-1400_. Bearbeitet von Friedrich Stuhr. Nachdruck-Ausgabe herausgegeben und mit Vorwort und Registern zu XXV A und B versehen von Hugo Cordshagen und Christa Cordshagen. Leipzig 1977.

## Literatur

Asmussen, Georg: Die Lübecker Flandernfahrer in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts (1358-1408). Frankfurt am Main und andere. 1999.

Jenks, Stuart (Hg.): England die Hanse und Preußen: Handel und Diplomatie 1377-1474 (Teil III). Köln und Wien. 1992.

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## Einzelnachweise

1. ↑
    
    HR I.5 440§16
    
2. ↑
    
    Kunze: 317: 17; 324: 4
    
3. ↑
    
    HUB 4 838, 838 A.2
    
4. ↑
    
    Jenks 1992 III, S. 913.
    
5. ↑
    
    Jenks III, S. 913.
    
6. ↑
    
    Jenks III, S. 913.
    
7. ↑
    
    Hanseakten 324,4
    
8. ↑
    
    HR I.5 440 §32
    
9. ↑
    
    Asmussen 1999, S.141.
    
10. ↑
    
    HR I.5 §32
    
11. ↑
    
    HR. 1.3 447 $1,4
    
12. ↑
    
    Meck UB Nachtrag XXVbH UB 4; 838 A.2
    
13. ↑
    
    Hanseakten 317,17
    
14. ↑
    
    HR I.5 440 §16
    
15. ↑
    
    HR I.5 440 §32
    
16. ↑
    
    HUB 6 437
    
17. ↑
    
    Asmussen 1999, S. 413-415.
    

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