Der Wiborger Kaufmann Claus Doek wird in verschiedenen Quellen genannt. In den meiten Fällen geht es um eine Schiffnahme an einem russischen Schiff, welches zu Unrecht genommen wurde. Die schriftliche Auseinandersetzung lässt darauf schließen, dass keine Einigung auf friedlichem Wege erzielt werden konnte. Claus Doek wurde schlussendlich von der Stadt Reval gefangengenommen und als Seeräuber hingerichtet.
Leben
Namensvarianten: Claus Doek, Claus Dock, Clawes Doeke, Claus Doeck, Klaus Dock, Klaus Doek, Clawes Doekes
Lebensdaten: bis ca 1425
Herkunft:
Tätigkeitsgebiet: Schweden, baltischer Teil der Ostsee
Verwandtschaft:
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer:
Claus Doeck wird im August 1419 in Zusammenhang gebracht mit einer Schiffnahme im Jahr 1419. Hierbei soll er ein russisches Schiff genommen haben und dieses trotz laufender Verhandlungen nicht zurückgegeben haben. Desweiteren wird Hinrike van Treyden genannt, der ebenfalls zu Schaden kam. [1] Schließlich wendet sich Clawes Doeck im August 1419 selber an den Rat von Reval. Er weist die Verhandlungsversuche zurück und fordert von Reval, dass diese die Verluste der von ihm beraubten Russen entschädigen. Die entstandenen Schäden zählt er aber gewissenhaft auf.[2] Trotz eines von beiden Seiten gewählten Schiedsmannes und eines Ausspruchs des Konturs von Reval als Obmann ist Claus Doeck nicht bereit, den Schadensersatz zu bezahlen. Es werden alle wendischen Städte und die Vögte von Schonen aufgefordert diesen wenn möglich festzusetzen. [3] Erneut wendet sich Reval mit seiner Problematik an die Hauptleute von Rasaborg und Abo, wobei mittlerweile nicht ganz klar zu sein scheint, ob Claus Doeck nicht vielleicht doch zu Recht das russische Schiff genommen hatte. Die Ausgleichsverhandlungen laufen erneut ergebnislos ab. [4] Reval bittet die Hauptleute von Rasaborg um Hilfe in dem behandelten Fall und sendet ihm die Absage von Claus Doeck mit. [5]
Im Anschluss an die Wegnahme des russischen Schiffes wird er Ende August 1419 im Schloss zu Abo gefangen gehalten und Erich von Pommern wird gebeten, ihn wegen seiner Schiffsnahme angemessen zu bestrafen. Falls diese nicht geschieht, wird weiterer durch Calwes Doeck entstehender Schaden erwartet.[6] Das von ihm weggenommene Schiff und ein Teil des Gutes befindet sich ebenfalls in Abo [7] Es wird eine Aburteilung erwartet, die aber im Oktober 1419 wohl noch nicht verkündet wurde, so dass der Hauptmann von Abo Klaus Luedekesson nochmal bei Reval nachfragt. [8]
1425 wurde Klaus Doeck vom Hauptmann von Wiborg mit einer Nachricht, in der dieser einen Vergleich mit dem Überbringer fordert nach Reval geschickt. Auf dem Weg dorthin wird Klaus Doeck auf dem Klostergut Kolk, welches östlich von Reval liegt,als Seeräuber und offenkundiger Feind von Reval gefangengenommen. Dort wird er aus den gegebenen Gründen hingerichtet. In der Zeit danach gehen einige Beschwerdebriefe nach Reval.[9]
Status:Seeräuber [10]
Fahrgemeinschaften
Auftraggeber: Christer Nilsson, Hauptmann von Wiborg[11]
Angaben zu Schiff und Besatzung: Er scheint selber ein Schiff zu haben, bzw. hat das Schiff von den Russen genommen. Außerdem wird seine Besatzung erwähnt.[12]
Sonstige Tätigkeiten:
Sonstiges
Die erste Nennung von Claus Doeck am 29. Juni 1419 wird in Zusammenhang mit einer Einigung mit Christer Nilsson gebracht, wobei er sich wohl geweigert hatte, dem zuzustimmen. Der Bürgermeister und Rat zu Reval hofft, dass trotzdem auch mit ihm eine Einigung möglich ist.[13]
Die Hoffnungen auf eine gütliche Einigung konnten sich nicht erfüllen. Im Juli 1419 weist er jeglichen Versuch durch den Rat von Reval zurück.[14]
Quellen
Lübecker Urkundenbuch VI 110; 114
Hansisches Urkundenbuch VI 217; 228; 234; 235; 237; 240; 246; 250
Hanserecesse VII 77; 78; 81; 83; 135; 583,3
Weitere Quellen, die hier nicht bearbeitet wurden:
Est-, Liv- und Curländisches Urkundenbuch 7 375; 376; 435; 445; 457; 466; 470; 471; 585
Literatur
Vgl. zukünftig: Gregor Rohmann: Wie wird man ein Seeräuber, erscheint in: Pelc, Ortwin: Die Hanse im Konflikt, Trier 2014/15.
Einzelnachweise
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Lübecker Urkundenbuch VI 110
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Hansisches Urkundenbuch VI 234
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Hanserecesse VII 78
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Hansisches Urkundenbuch VI 235
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Hansisches Urkundenbuch VI 246
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Lübecker Urkundenbuch VI 114
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Hansisches Urkundenbuch
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Hansisches Urkundenbuch VI 250
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Hansisches Urkundenbuch VI 250
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das ist die einzige Betitelung, die er erhält.
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Hansisches Urkundenbuch VI 250
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Lübecker Urkundenbuch VI, 110
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Hansisches Urkundenbuch VI 217
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Hansisches Urkundenbuch VI 228
