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[[Clawes Guderman]] war 1421 an der Wegnahme des Schiffes von [[Clawes Selandesvarer]] beteiligt.[1]
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## Leben
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Namensvarianten: Claus Guderman, Claus Gudemann
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Lebensdaten: möglicherweise vor dem 6. Januar 1428 verstorben [2] [3]
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Herkunft: Oldenburger Land [4] , möglicherweise Fehmarn [5]
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Tätigkeitsgebiet: Trave [6] [7]
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Verwandtschaft: Der Bruder von Clawes Guderman war [[Hinrich Guderman]]. Möglicherweise war [[Petrus Johan sone]] ihr Stiefvater.[8] Eventuell hieß ihre Mutter [[Frau Reinborg]] und ihre Schwester [[Geborg.]][9]
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## Tätigkeiten
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Aktivitäten als Gewaltakteur:
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[[Clawes Guderman]] entwendete 1421 gemeinsam mit [[Hans Kruse]], [[Peter Dore]], [[Michel Hollander]], [[Peter Renwerdes]], [[Hinrich Guderman]], [[Peter Gold]], [[Clawes Schutte]], [[Clawes Mertens]], [[Petrus Johan sone]], [[Marquard]], [[Reymer]] und [[Vicke]] dem Schiffer [[Clawes Selandesvarer]] das Schiff. [10]
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Dieses Schiff war aus der Trave gesegelt und transportierte stralsundische, lübische und greifswaldische Waren. Aus diesem Grund kontaktierten Stralsund und Greifswald im Zusammenhang mit dem Vorfall die Stadt Lübeck. Lübeck sollte eine Nachricht an die "Holstenherren" senden, um zwischen den Parteien zu vermitteln und die Rückgabe der entwendeten Güter zu erwirken. [11] 
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[[Clawes Guderman]] wurde zusammen mit den oben aufgeführten Gewaltakteuren in Wismar gefangen genommen.[12]
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Status: unbekannt
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Fahrgemeinschaften: [[Hans Kruse]], [[Peter Dore]], [[Michel Hollander]], [[Peter Renwerdes]], [[Hinrich Guderman]], [[Peter Gold]], [[Clawes Schutte]], [[Clawes Mertens]], [[Petrus Johan sone]], [[Marquard]], [[Reymer]] und [[Vicke]].
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Auftraggeber: [[Marquard van Sicgem]], [[Brüder van Aneuelde]], [[Gerd van Kotelberge]] und [[Breide Rantzowe]].[13]
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Geschädigte: [[Clawes Selandesvarer]]
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Angaben zu Schiff und Besatzung: Die Schnigge, mit welcher die Schiffnahme verübt wurde, gehört [[Michel Hollander]].[14]
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Sonstige Tätigkeiten:
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Ein gewisser [[Claus Guderman]] wird in einer Quelle vom 24. Februar 1428 als einer von vier Geschworenen genannt, der bei einem Rechtsstreit zwischen einem Lübecker Bürger und einem Bauern aus Fehmarn herangezogen wurde. Die Quelle beschreibt ihn als mit einem exzellenten Leumund versehen. [15] Es ist zweifelhaft, ob es sich in dieser Quelle um den Vitalienbruder [[Clawes Guderman]] handelte.[16]
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## Dokumentation der Recherche
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Ohne Ergebnis gesucht in:
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HR 1,1 - 1,6.
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HR 1,8.
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HR 2,1- 2,7.
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HUB 4 - HUB 9.
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LUB 8-11.
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## Sonstiges
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Die Übernahme von [[Clawes Selandesvarers]] Schiff stand ebenso wie der daraus resultierende Schriftverkehr zwischen Stralsund, Greifswald und Lübeck vor dem Hintergrund eines Konflikts zwischen den Herzogtümern Schleswig und Holstein und der skandinavischen Union.[17] Die skandinavischen Königreiche Schweden, Norwegen und Dänemark hatten sich 1397 unter König Erik, bzw. seiner Großtante Margarete, zu einem Unionskönigtum, der _Kalmarer Union_, zusammengeschlossen.[18] Da König Erik in den Folgejahren immer wieder territoriale und machtpolitische Ansprüche auf das Herzogtum Schleswig stellte, schlossen sich auch die Herzogtümer Schleswig und Holstein zusammen und erklärten Erik 1410 den Krieg.[19] Dieser Krieg, der insgesamt 25 Jahre andauerte, wurde Anfang des 15. Jahrhunderts auch auf See ausgetragen. Weil sich die kriegerischen Auseinandersetzungen zunehmend negativ auf den Handel auswirkten, bemühten sich die Hansestädte (Lübeck), um eine Beilegung des Konflikts. [20] Die Friedensverhandlungen führten zu einem Waffenstillstand, der immer wieder gebrochen wurde.[21] So fielen beispielsweise am 9. Juli 1420 dänsiche Truppen auf der Insel Fehmarn ein.[22] Dies ist im Kontext der Übernahme von [[Clawes Selandesvarers]] Schiff insofern interessant, dass mehrere der namentlich genannten Gewaltakteure aus der Gegend um Fehmarn stammten. Trotz der Invasion von Fehmarn wurden die Friedensverhandlungen auch im Jahr 1421 fortgeführt. Möglicherweise steht der Briefwechsel zwischen Stralsund, Greifswald und Lübeck im Zusammenhang mit diesen Friedensbemühungen. [23]
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## Quellen
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Lub 6, Nr. 366.
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HR 1,7, Nr. 400.
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HR 1,7, Nr. 401.
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HR 1,7, Nr. 402.
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Lub 7, Nr. 23.
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LivUb 7, Nr. 679.
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## Literatur
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Clarus, Nicolai: Bartholomäus Voet und die Freibeuter der Hansezeit. Untersuchungen zum Kaperwesen im Nordeuropa des 15. Jahrhunderts, Hamburg 2012.
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## Einzelnachweise
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1.
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Vgl.: LUB 6, Nr. 366.
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2.
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Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet , Hamburg 2012, S.92.
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3.
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95
Vgl.: LivUB 7, Nr. 679.
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4.
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Vgl.: LUB 6, Nr. 366.
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5.
102
103
Vgl.: LUB 7, Nr. 23.
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105
6.
106
107
Vgl.: HR 1, 7 Nr. 400-402
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7.
110
111
Vgl.: LUB 6, Nr. 366.
112
113
8.
114
115
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet , Hamburg 2012, S.91.
116
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9.
118
119
Vgl.: LiVUB 7, Nr. 679.
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10.
122
123
Vgl.: LUB 6, Nr. 366.
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11.
126
127
Vgl.: HR 1, 7 Nr. 400-402
128
129
12.
130
131
Vgl.: Clarus, Bartholomäus Voet, Hamburg 2012, S.90.
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13.
134
135
Vgl.: Lub 6, Nr. 366.
136
137
14.
138
139
Vgl.: LUB 6, Nr. 366.
140
141
15.
142
143
Vgl.: LUB 7, Nr. 23
144
145
16.
146
147
Vgl.: Clarus: Bartholomaeus Voet, Hamburg 2012, S.92.
148
149
17.
150
151
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2012, S. 89.
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153
18.
154
155
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2016, S. 54-55.
156
157
19.
158
159
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2016, S. 60.
160
161
20.
162
163
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2016, S.73.
164
165
21.
166
167
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2016, S. 72-75.
168
169
22.
170
171
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2016, S. 74.
172
173
23.
174
175
Vgl.: Clarus: Bartholomäus Voet, Hamburg 2016, S.89.
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