Gherd van Hemmeskerken, auch bekannt als der Baliu (Amtmann) van Medenblije[1] war eine herausragende Persönlichkeit im späten 14. Jahrhundert in Holland. Er bekleidete verschiedene Ämter, darunter Amtmann von Medemblik, , Vogt und Dijkgraaf von Medemblik[2] Truchsess von Amstelland und Waterland[3] sowie Schatzmeister von Holland.[4] Sein Name wird mit dem Krieg zwischen Herzog Albrecht I. von Bayern und den Friesen in Verbindung gebracht, wo er als Fehdehelfer im Auftrag Hollands agierte und Verhandlungen des Grafen in Friesland führte.[5] Gherd van Hemmeskerken trat auch unter verschiedenen Namensvarianten wie Gerijt van Heemskercke oder Gerrit van Heemskerck auf.
In Beschwerden der Städte des Stiftes Utrecht gegen die Holländer tritt derselbe Gherd van Hemmeskerken, auch bekannt als Baliu van Medenblije, als Gewaltakteur auf. Am 4. Juli 1396 stahl er zusammen mit seiner Gesellschaft Waren im Wert von 50 Gulden,[6] darunter sechs Tonnen Bier, eine Tonne Hering und eine Tonne Bergender Fisch, die anderen Kaufleuten gehörten. In zwei weiteren Beschwerden taucht der Baliu von Medenblije als Gewaltakteuer auf. Am 28. Oktober 1396 entwendete er das Schiff von Egbert Collart, wodurch ein Schaden an Kost, Kleidung und Takelage entstand. Zudem ging das Schiff auf See verloren.[7] Im darauffolgenden Eintrag wird erwähnt, dass das Raubgut aus dem Überfall von Alart Mants auf Claes Abbens am 25. Dezember 1396, sich in Besitz des Baliu von Medenblije befindet. Zudem befand sich der Sohn von Claes Abbens mehr als einen Monat in Gefangenschaft des Baliu.[8]
Leben
Namensvarianten: Baliu van Medenblije, van Medenblye
Lebensdaten: etwa 1365-1429
Herkunft: Holland, vermutlich Heemskerk oder Medenblye (heute die Stadt Medemblik, Niederlande)
Tätigkeitsgebiet: Küste Hollands, Amsterdam, Hamburg, Ostfriesland
Tätigkeiten
Aktivitäten als Gewaltakteur:
Van Hemmeskerken erhielt im September 1396 einen Kaperbrief von dem Holländischen Grafen für den Krieg gegen Westergo und Ostergo in Friesland.[9]
In einer Beschwerde der Städte des Stiftes Utrecht gegen die Holländer taucht der Baliu (Amtmann) van Medenblije als Gewaltakteur auf. Zusammen mit seiner Gesellschaft hat er Daniel Jacobs soen, am 4. Juli 1396 Waren entwendet. Die sechs Tonnen Bier (eine tranken sie sofort), eine Tonne Hering und eine Tonne Bergender Fisch hatten einen Wert von 50 Gulden und gehörten anderen Kaufleuten.[10]
In zwei weiteren Beschwerden taucht der Baliu von Medenblije als Gewaltakteuer auf. Am 28. Oktober 1396 entwendete er das Schiff von Egbert Collart, wodurch ein Schaden an Kost, Kleidung und Takelage entstand. Zudem ging das Schiff auf See verloren. Im darauffolgenden Eintrag wird erwähnt, dass das Raubgut aus dem Überfall von Alart Mants auf Claes Abbens am 25. Dezember 1396, sich in Besitz des Baliu von Medenblije befindet. Zudem befand sich der Sohn von Claes Abbens mehr als einen Monat in Gefangenschaft des Baliu.[11]
Am 12. April 1401 erhielt er von seinem Landesherrn die Erlaubnis, die Hamburger und Friesen zu bekriegen.
1414 war Van Hemmeskerken als Fehdehelfer tätig und kaperte er ein Hamburger Schiff, brachte es samt Ladung nach Wieringen und behielt es.[12] Sein Name ist im selben Jahr in den Schadensverzeichnissen Hamburgs an Holland zu finden.
Status: Kapitän/Schiffsführer, Amtmann
Auftraggeber: Johann III. von Bayern, Landesherrn aus Holland, Albrecht von Bayern
Geschädigte: Daniel Jacobs Sohn, Claes Abbens soen, Egbert Collart, Claes Abbens, Claes Abbens soen
Sonstige Tätigkeiten:
Dokumentation der Recherche
Ohne Ergebnis gesucht in:
Bremer Urkundenbuch 1301-1441
Calendar of charter rolls 1341-1417
Close Rolls Vol. IX-XIII (in XIII bis 1454)
Diplomatarium Danium 1400-1440
Fine Rolls Vol. 10-13
HR Bd. 2, 3, 4, 5, 6, 7
HUB Bd. 4, 5
Liv-, Est-, und Curländisches Urkundenbuch, 17 Bde.
Mecklenburgisches Urkundenbuch, Bde. 1-25
Ostfriesisches Urkundenbuch I. 787-1470
Stralsunder Verfestungsbuch
Quellen
Eelco Verwijs, De oorlogen van hertog Albrecht van Beieren met de Friezen in de laatste jaren der XIV. eeuw, Utrecht 1869, S. 355-357.
Eelco Verwijs, De oorlogen van herzog Albecht van Beieren met de Friezen in de laatste jaren der XIV. eeuw, Utrecht 1869, S. 341-360.
HUB VI. 373
Janse, Antheun: Grenzen aan de Macht, 1993.
Riemsdijk, Theodorus (Hrsg.): De rechtspraak van den graaf van Holland. Bd. 1-3. Utrecht: Kemink 1932-1934, 157, 245, 284, 314, 464
Literatur
Seifert, Dieter: Kompagnons und Konkurrenten. Holland und die Hanse im spätem Mittelalter. Köln/Weimar/Berlin 1997, S.160.
Verwijs, Eelco: De oorlogen van hertog Albrecht van Beieren met de Friezen in de laatste jaren der XIV. eeuw
Janse, Antheun: Grenzen aan de Macht, 1993, bes. S. 342ff. und passim
Prevenier, W. und Smit, J.G., Hgg., Bronnen tot de geschiedenis der dagvaarten van de staten en steden van Holland voor 1544, Teil 1, (RGP 201,202), Den Haag 1987 u. 1991. (konnte nicht eingesehen werden!)
Einzelnachweise
↑
de Boer et al: Rekeningen van de grafelijkheid, Ser I., Deel 1, 1997, S. 477 (1395 f.)
↑
Regt, W. M. C.: Heemskerck (Gerrit van) (5), in: Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek, Bd. 9, S. 336-338.
↑
Riemsdijk, Theodorus (Hrsg.): De rechtspraak van den graaf van Holland. Bd. 1-3. Utrecht: Kemink 1932-1934, 245.
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Riemsdijk, Theodorus (Hrsg.): De rechtspraak van den graaf van Holland. Bd. 1-3. Utrecht: Kemink 1932-1934, 314.
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Verwijs, Eelco: De oorlogen van hertog Albrecht van Beieren met de Friezen in de laatste jaren der XIV. eeuw, passim
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Eelco Verwijs, De oorlogen van herzog Albecht van Beieren met de Friezen in de laatste jaren der XIV. eeuw, Utrecht 1869, 341.
↑
Eelco Verwijs, De oorlogen van herzog Albecht van Beieren met de Friezen in de laatste jaren der XIV. eeuw, Utrecht 1869, 341-342.
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Eelco Verwijs, De oorlogen van herzog Albecht van Beieren met de Friezen in de laatste jaren der XIV. eeuw, Utrecht 1869, 342.
↑
Janse, Grenzen aan de Macht, S. 204.
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Verwijs, Eelco: De oorlogen van hertog Albrecht van Beieren met de Friezen in de laatste jaren der XIV. S. 341
↑
Verwijs, Eelco: De oorlogen van hertog Albrecht van Beieren met de Friezen in de laatste jaren der XIV. S.342
↑
HUB VI. 373.
