Hans Knuste war ein Gewaltakteur, der im Auftrag Wismars agierte und vor allem in Überfälle in der Danziger Gegend involviert war.

Wismarer und Rostocker Auslieger in preußischer Gefangenschaft (1428) "Wismarer und Rostocker Auslieger in preußischer Gefangenschaft (1428)")

Leben

Namensvarianten: Hans/Hannus Knust, Hans Kunst

Lebensdaten: unbekannt

Herkunft: unbekannt

Tätigkeitsgebiet: Wismar, Danzig

Verwandtschaft: unbekannt

Tätigkeiten

Aktivitäten als Gewaltakteur:

1427 war er auf der Weichsel an einem missglückten Überfall auf eine lübische Salzflotte, die sich auf dem Weg nach Danzig befand, beteiligt. Daraufhin wurde er mit anderen Wismarer und Rostocker Gewaltakteuren gefangengenommen und nach Danzig gebracht. [1] Im Jahr 1428 wird er unter den Gefangenen zu Putzig aufgeführt. [2] Knuste wird gemeinsam mit Claus Graubart und Peter Rosenowen als einer der Hauptleute (houptlude) genannt.

Nachdem der Herzog zu Holstein und die Städte sich für die Gefangenen eingesetzt [3] und sich damit einverstanden erklärt hatten, dass diese Urfehde schwören sollten, wurden sie offensichtlich im Jahr 1428 freigelassen. Für Hans Knuste bürgten die Wismarer Bürger Hinrik Tymme und Hans Cammyn. [4] Daraufhin wurden sie von einem Anthonius Pauwelsson beauftragt, ihn Richtung Lübeck zu begleiten, um ihm Schutz zu gewähren. Dabei haben sie diesem mit “Unrecht und Gewalt” seine Schiffe und Güter genommen, sie untereinander aufgeteilt und in ihre Städte gebracht. Die Beteiligung von Hans Knuste an dieser Güterwegnahme wird explizit in der Anmerkung erwähnt. [5]

1432 war Hans Knuste in einen Überfall auf Danziger Schiffer, die sich auf der Rückfahrt von Reval befanden, involviert.[6]

Status:

Fahrgemeinschaften: Thideke Peltzere, Thideke Slyge (möglicherweise Clawes Zwedere und Bertelt Everdese)

Auftraggeber:

Geschädigte:

Angaben zu Schiff und Besatzung:

Der Überfall auf die lübische Salzflotte 1427 erfolgte mit zwei Schniggen aus Wismar und Rostock mit insgesamt 26 Mann Besatzung. Zudem war ein Kraier an dem Überfall beteiligt. Gefangengenommen wurde offenbar nur die Besatzung der beiden Schniggen. Hans Knuste wird sich demzufolge wohl auf der Wismarer Schnigge befunden haben, die zur Hälfte dem Wismarer Bürger Hinrich Napp gehörte.[7]

Sonstige Tätigkeiten:

Dokumentation der Recherche

Ohne Ergebnis gesucht in:

Diplomatarium Danicum

Hansisches Urkundenbuch (HUB) Bd. 5

Bremisches Urkundenbuch Bd. 5

Verfestigungsbuch der Stadt Stralsund

Hanserecesse (HR) Abt. 1 Bd. 7 & Abt 2. Bd. 1

Oldenburgisches Urkundenbuch Bd. 2

Sonstiges

Quellen

Literatur


Einzelnachweise

  1. HUB Bd. 7.1 Nr. 121

  2. HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 402

  3. HUB Bd. 7.1 Nr. 67

  4. HR Abt. 1 Bd. 8 Nr. 397 A

  5. HUB Bd. 7.1 Nr. 67

  6. HUB Bd. 6 Nr. 1019

  7. HR Ab. 1 Bd. 8 Nr. 301


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