Hinrik Kedmen wird in einem Verzeichnis von Gefangenen aus Wismar und Rostock aus dem Jahre 1428 genannt.[1] Er war 1427 an einem auf der Weichsel missglückten Überfall von Rostocker und Wismarer Ausliegern auf eine lübisch-preußische Salzflotte beteiligt. Diese befand sich auf dem Weg nach Danzig. Die Wismarer und Rostocker Gewaltakteure, die an diesem Überfall beteiligt waren, gerieten anschließend in Danziger Gefangenschaft.[2]

Leben

Namensvarianten: Hinrich Kedmen

Lebensdaten: Ende 14. Jh. bis Mitte 15. Jh.

Herkunft: Rostock

Tätigkeitsgebiet: Mitglied einer Schiffsbesatzung

Verwandtschaft: k. A.

Tätigkeiten

Aktivitäten als Gewaltakteur: beteiligt an Überfall auf Salzflotte 1427

Status: Bürger der Stadt Rostock

Fahrgemeinschaften: gehörte zu der gefangengenommenen Besatzung

Auftraggeber: Rostock, Wismar

Geschädigte: Lübeck/ Preußen

Angaben zu Schiff und Besatzung: Clawes Sweder, Hans Kunst, Bartold Everdes, Hans Bigendrop, Hinrik Westfal, Clawes Grawbart, Jacob Mor, Hinrik Kedmen, Tydeke Slye, Herman Dame, Peter Upal, Tyle Dannenbarch, Bartolmewes Belis, Hermen Reineke, Jacob Rydzenow, Matiges Steker, Hans Bitter, Matyges Panzer, Hans Emekenhagen, Hans Westfelink, Clawes Grabeel, Peter Rosenow, Tydeke Pelzer, Jurge, CIawes Croger, Michel Koblanke, Hinrik Varentien, Clawes Kobeke, Hans Folker, Hinrik Nap  

Sonstige Tätigkeiten: k. A.

Dokumentation der Recherche

Ohne Ergebnis gesucht in:

Höhlbaum, Konstantin / Kunze, Karl u.a. (Hg.): Hansisches Urkundenbuch, Bd. 6, Halle 1876-1916.

Sattler, C. (Hg.): Handelsrechnungen des Deutschen Ordens, Leipzig 1887.

Urkundenbuch der Stadt Lübeck, Abtheilung I, Band 6, Lübeck 1881.

Urkundenbuch der Stadt Lübeck, Abtheilung I, Band 7, Lübeck 1885.

von der Ropp, Goswin (Hg.): Hanserecesse Abt. 2, Band 1, 1431 – 1436, Leipzig 1876.

Jenks, Stuart (Hg.): Das Danziger Pfundzollbuch von 1409 und 1411, in: Quellen und Darstellungen zur Hansischen Geschichte. Herausgegeben vom Hansischen Geschichtsverein, Neue Folge/ Band LXIII, Köln 2012.

Sonstiges

Bereits am 22. November bittet der Rat der Stadt Rostock ihn und andere Besatzungsmitglieder freizulassen und beteuert, dass sie keinen Kaufmann geschädigt hätten.[3]

Am 23. Dezember 1427 richtet sich der Rat sogar an den Hochmeister Paul von Russdorf mit der Bitte um Freilassung und Rückgabe ihres Hab und Gutes.[4] Am 15. Januar 1428 antwortet der Hochmeister. Er knüpft die Freilassung der Bürger an die Bedingung, dass Vertreter der Städte kommen mögen und die Verluste begleichen sollen.[5]

Quellen

HR I.8, Nr. 402

HUB Bd. 7.1 Nr. 121

HR I.8, Nr. 303

HR I.8, Nr. 304

HR I.8, Nr. 304a

Literatur


Einzelnachweise

  1. HR I.8, Nr. 402

  2. HUB Bd. 7.1 Nr. 121

  3. HR I.8, Nr. 303

  4. HR I.8, Nr. 304

  5. HR I.8, Nr. 304a


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