Hinrich Steenborch war ein Seefahrer aus Rostock, der 1428 in Gefangenschaft in Danzig geriet.
Leben
Namensvarianten: unbekannt.
Lebensdaten: Er lebte und wirkte im 15. Jahrhundert.
Herkunft: Er wird als ein Ausleger[1] Rostocks bezeichnet. Sein Nachname Steenborch ist Niederdeutsch für die Niederungsburg Steinburg; [2] Es könnte seine Herkunft sein.
Tätigkeitsgebiet: Ostseeraum.
Verwandtschaft: keine Angaben in den Quellen.
Tätigkeiten
Aktivitäten als Gewaltakteur: Er war Teil einer aus drei Schiffen bestehenden Flotte (aus Rostock und Wismar), da er in einem ausführlichen Verzeichnis der Danziger Gefangenen aufgeführt ist[3], der personelle Überscheidungen (Hans Volker und Jacob Rydzenow) mit dem Bericht über den gescheiterten Überfall auf preussischen Salzschiffe bei der Halbinsel Hela am 14.11.1427 hat[4]. Aus den Quellen geht hervor, dass in Preußen gefangene Wismarer und Rostocker zusammen gehören[5]. Der Überfall auf die Salzschiffe wird in zwei Quellen einem Hinrich Napp zugeschrieben[6], aber die Namen sind bis auf die oben gennanten Ausnahmen nicht deckungsgleich. Es ist fraglich, ob nicht auf der Liste der Rostocker Auslieger in Danzig[7] auch Leute aufgeführt werden, die mit dem Überfall auf die Salzschiffe nichts zu tun hatten.
Status: Im April 1428 kamen er und die anderen in Danzig Gefangenen, die an dem Überfall teilgenommen hatten, frei. [8]
Fahrgemeinschaft: Rostocker: Hinrich Witte, Klaus Schroder, Peter Bardes, Hans Horneborch, Hans Sak, Hans Deterdes, Klaus Ghylouwe, Bernd Worpel, Hinrich Steenborch, Hermann Glambeke, Peter Bertoldes, Ratke Kymar, Tymme Ladekop, Hinrich Vrome, Klaus Kupke, Jakob Ritzenowe, Hans Volker[9].
Wismarer:
Auftraggeber: Hinrik Napp[10]
Geschädigter: Preußen[11].
Angaben zu Schiff und Besatzung: Keine Angaben aus den Quellen möglich.
Sonstige Tätigkeiten: keine Angaben den Quellen. Sollten die Namensvarianten wirklich seine sein, dann könnte er auch Kaufmann gewesen sein.
Dokumentation der Recherche
Ohne Ergebnis gesucht in:
Hansisches Urkundenbuch Bd. 1, 2, 3, 4, 6, 7, 9, 10.
Hanserecesse Abt.1 Bd.1-7.
Hanserecesse Abt.2 Bd.1-7.
Hanserecesse Abt.3 Bd.1-9.
Hanserecesse Abt.4 Bd.1-2.
Mecklenburgisches Urkunden Bd. 1-21.
Mecklenburgisches Urkunden Bd. 23-25.
Sonstiges
Die Stadt Rostock brügte für Hinrich Steenborch[12].
Quellen
Hansisches Urkundenbuch Bd.5,8,11
Hanserecesse Abt.1 Bd. 8.
Mecklenburgisches Urkunden Bd. 22.
Literatur
Clarus, Nikolai: Bartholomäus Voet und die Freibeuter der Hansezeit. Untersuchung zum Kaperwesen im Nordeuropa des frühen 15. Jahrhunderts, Hamburg 2012.
Einzelnachweise
↑
HR 1.8, Nr. 400.
↑
MU 22, Nr. 12532.
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HR 1.8, Nr. 400.
↑
HUB 7.1 Nr. 121.
↑
HR 1.8, Nr. 397-402.
↑
HR 1.8, Nr.301 & Nr. 402.
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HR 1.8, Nr. 400.
↑
HUB 6, Nr. 729.
↑
HR 1.8, Nr. 400.
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HR 1.8, Nr. 301.
↑
HR 1.8, Nr. 400.
↑
HR 1.8, Nr. 400.
