Johann Mekelveld war preußischer Schiffshauptmann neben Wyllam van Oringen, der während der "Kalmarer Angelegenheit" von der Hanse beauftragt worden war, mit einer 12 Schiffe starken Friedeflotte die insgesamt 33 hansischen Schiffe zu untersützen. Ziel war zunächst Wiborg, jedoch vereinigten sich die preußische und die lübecksche Flotte am 23. Juni und nahmen Kurs auf das zweite Zentrum der Vitalier, nämlich Gotland. Die Schuld der preußischen Fehdehelfer ist nicht ausreichend belegt, jedoch wird die "Kalmarer Angelegenheit" dahingehend beschrieben, dass 76 Männer der Kalmarer Flotte gefangen genommen werden, in Wisby der Seeräuberei bezichtigt und anschließend hingerichtet werden. Für die Schuld der preußischen Flotte, die eigentlich Teil der Friedeflotte der Hanse war, spricht, dass 1400 auf einer Versammlung in Kalmar beschlossen wurde, dass die Preußen als Entschädigung Ewige Messen stiften sollten, sowie eine Geldsumme zu zahlen hatten.
Der Name Johann Mekelveld wird zu einem späteren Zeitpunkt erneut quellennotorisch. Er tritt im Zusammenhang einer Verhandlung vor dem Stadtgericht in Danzig auf. Mekelveld tritt dabei als Bürge für den beschlagnahmten Besitz des Joen Tutberg aus Hull auf. Im Gegenzug wird ihm Schadlosigkeit zugesichert. 1427 erscheint Mekelveld abermals als Bürge. Da vertragliche Vereinbarungen zuvor nicht eingehalten wurden, fordert er darüber hinaus eine Zahlung über 41 Nobeln.
Leben
Namensvarianten: Mekelfeldt, Mekelfeld, Mekelffeld, Mekelfelde
Lebensdaten: um 1400
Herkunft: Danzig
Tätigkeitsgebiet:Preußen, Ostsee
Verwandtschaft:
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer: Wurde von der Hanse beauftragt, als Teil der Friedeflotte sein Schiff zunächst mit dem Ziel Wiborg zu steuern, nach der Vereinigung mit den Lübeckschen Schiffen, war neues Operationsziel das zweite Zentrum der Vitalienbrüder - Gotland.
Status:Schiffshauptmann
Fahrgemeinschaften: Zusammen mit den Lübeckschen Flotten steuerte er innerhalb der Preußischen Friedeflotte auf Gotland zu
Auftraggeber: Hanse, Friedeflotte
Angaben zu Schiff und Besatzung: Schiff war eines von 12 preußischen Schiffen, die mit 350 Mann Besatzung die 33 Schiffe der hansischen Friedeflotte unterstützen sollten
Sonstige Tätigkeiten:
Sonstiges
Quellen
Das Virtuelle Preußische Urkundenbuch: *PrUB, JS 374 – 1397 I 3. Marienburg
Hanserezesse I,4 336; 337; 372; 374; 377;378; 379; 552; Hanserezesse II,1 425;426
Hanserezesse I,5 170; 302; 308; 311; 542; 650; 651
Hansisches Urkundenbuch: HUB 6, 636; 640; 689; 934
Literatur
Benninghoven, Friedrich : Die Gotlandfeldzüge des Deutschen Ordens 1398-1408 in : Zeitschrift für Ostforschung, Vol. 13 (1964) Nr. 3, S. 421-477