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Darstellung des Wappens der Familie Moltke im Bellenville Armorial, S. 33v (Ende 14. Jh.)
Johann Moltke, der zur Unterscheidung von zahlreichen Namensvettern in Mecklenburg, Dänemark und Schweden den Spitznamen Punneke erhielt, agierte im Netzwerk der Fehde zur See, ohne persönlich des Seeraubs beschuldigt zu werden.
Leben
Namensvarianten: Henneke, Punneke.
Lebensdaten: 1373/82.
Herkunft: Das mecklenburgische Adelsgeschlecht Moltke ist aller Wahrscheinlichkeit nach niederdeutschen Ursprungs. Der Familienname ist vom Dorf Moltow (mittelniederdeutsch: Moltekowe) bei Wismar entlehnt.
Tätigkeitsgebiet: Schonen.
Verwandtschaft: Vater: herzoglich-mecklenburgische Rat Ritter Friedrich Moltke in Divitz (1327/84). Bruder: Knappe Friedrich Moltke in Bartelshagen (1375/95). Söhne: Ritter Dietrich Moltke (1392/1408), Kleriker Friedrich Moltke (1396/97). [1]
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer: Zählte als Bürge zum Netzwerk. Bürgte 1381 für die des Seeraubs beschuldigten Detlev Knut, Ludeke Scinkel und Eler Ranczowe. [2] Bürgte 1382 gegenüber der Hanse für die Waffenstillstandsvereinbarung mit Henneke Grubendael. [3]
Status: Knappe.
Fahrgemeinschaften: Keine eigenen Aktivitäten zur See belegt.
Auftraggeber: Keine.
Angaben zu Schiff und Besatzung: Keine.
Sonstige Tätigkeiten:
Sonstiges
1373 noch in Mecklenburg mit seinem Vater erwähnt. [4] 1374 verkaufte sein Vater die Lehen der Familie im Gebiet des Fürstentums Rügen. [5] Der Verkaufserlös diente anscheinend u. a. dem Erwerb von Lehen in der dänischen Provinz Schonen, denn dort agierten Punneke Moltke und seine Nachkommen seither. 1376 erscheint er erstmals dort als Bürge für den dänischen Ritter Olvessen. [6]
Quellen
Diplomatarium Danicum (DD)
Diplomatarium Svecanum (DS)
Hanserezesse (HR)
Mecklenburgisches Urkundenbuch (MUB)
Literatur
Julius von Bohlen, Geschichte des adlichen, freiherrlichen und gräflichen Geschlechts von Krassow, 2. Bde., Berlin 1853.
Tobias Pietsch, Die Moltkes im Spätmittelalter, in: Mecklenburgische Jahrbücher 125 (2010), S. 141-174.
Einzelnachweise
↑
Pietsch, Die Moltkes, S. 153.
↑
DD 4/2/165.
↑
DD 4/2/221.
↑
MUB 10404; 10432.
↑
v. Bohlen, Geschichte, Urkunde Nr. 456.
↑
MUB 10863.