Im MUB Bd. IX wird in § 6602 aus dem Jahre 1340 ein Schiffer namens Kule aus Stralsund [1] erwähnt. Eine weitere Erwähnung des Namens Kule findet im Rahmen einer Auflistung von Kapitänen der Vitalienbrüder von 1392 statt.[2] 1396 beklagt sich der RitterThord Bonde[3] beim Revaler Rath (Reval entspricht dem heutigen Tallinn) über einen Angriff auf sein Schiff durch Kule und Otto Gutouwe, bei dem 6 Lasten Roggen und 18 seiner Diener geraubt und nach Gotland gebracht wurden. Der Hinweis auf Gotland lässt auf eine Verbindung zwischen diesem Kule und dem Kule der Vitalienbrüder schließen. In MUB Bd. IX § 6251 wird ein Cristian Kule genannt, der in Rostock beschuldigt wird in Zusammenhang mit einer Fehde und im Auftrag des Grafen von Holstein Raubzüge und Gewaltaten an Rostocker Bürgern verübt zu haben. In wie weit es sich bei dem Schiffer Kule, dem Vitalienbruder Kule und Cristian Kule um ein und dieselbe Person handelt steht nicht fest, zumal in einer Quelle im Zusammenhang mit der Versammlung von Stralsund 1371 noch ein Kersten/Cresten Kule, ein Ritter und Hauptmann von Alholme/Alholm in Lalande,[4] [5] auftaucht.
Leben
Namensvarianten: Kühl, Küle, Kule, Kŭle
Lebensdaten:
Herkunft: Schiffer Kule: Stralsund [6] Tätigkeitsgebiet: Schiffer
Verwandtschaft: In Otterndorf und dem Land Hadeln existierte im frühen 14. Jh. ein Niederadelsgeschlecht Kule.[7]
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer: Cristian Kule: Raubzüge gegen Rostocker Bürger im Rahmen einer Fehde[8]
Status:
Fahrgemeinschaften:Otto Gutouwe,[9]
Auftraggeber: Cristian Kule: Graf von Holstein[10]
Angaben zu Schiff und Besatzung:
Sonstige Tätigkeiten: Cresten/Kersten Kule: Ritter und Hauptmann von Alholme/Alholm in Lalande[11] [12]
Sonstiges
- Bertram Kůle, Knappe [13], Bertram Kule [14] + Gerecke Boonsack, Knappe [15]
- Hartwig Kůle, Knappe [16] + Gerecke Boonsack, Knappe[17].
- Herbord Kule, in Lübeck gestorben[18].
- Hinrich Kulen, tritt 1370 in Hamburg als Zeuge eines Vertrages auf [19]
- 1412 wird ein Schiffer namens Kule in einem Prozess um entfremdetes Strandgut in Lübeck erwähnt.[20]
In folgenden Quellenbänden gibt es keine weiteren Hinweise:
- Mecklenburgisches Urkundenbuch: hrsg. v. dem Verein für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. XXII., Schwerin 1863-1907.
Quellen
Literatur
Zur Familie des Kersten Kule (1371) vgl. Jahnke: Räte (2021), S. 54f.
Einzelnachweise
↑
MUB Bd. IX, § 6602 S. 739
↑
Die Berichte der Generalprokuratoren des Deutschen Ordens an die Kurie, § 221
↑
LEKUB IV, § 1723 S.32
↑
HR Abt. 1 Bd. II § 134 (Versammlung von Stralsund 1371)
↑
HR Abt. 1 Bd. II § 22 (Versammlung von Stralsund 1371)
↑
MUB Bd. IX, § 6602
↑
von Boeselager: Das Land Hadeln, in: Dannenberg/Schulze 1995, S. 346.
↑
MUB Bd. IX § 6251
↑
LEKUB IV, § 1723 S.32
↑
MUB Bd. IX § 6251
↑
HR Abt. 1 Bd. II § 134 (Versammlung von Stralsund 1371)
↑
HR Abt. 1 Bd. II § 22 (Versammlung von Stralsund 1371)
↑
MUB Bd. XXII § 12295
↑
MUB Bd. XXII § 12421
↑
MUB § 12295
↑
MUB § 12295
↑
MUB § 12295
↑
MUB Bd. XXII § 12304
↑
virtuelles Hamburger Urkundenbuch Regest vom 25. Nov. 137o in Hamburg
↑
LübUB 8, Nr. 3, S. 3. Vgl. Baur: Freunde und Feinde, S. 74.
