Als Gewaltakteur ist Peter Reynerszone mit Bremer Kaufleuten, der Stadt Köln, der Stadt Den Haag und dem Deutschen Orden in Konflikt geraten.

Leben

Namensvarianten: Reynerssyone[1], Reymersson[2], Reynartssun[3], Reynertzson[4], Pieter Reynersz[5]

Lebensdaten: Ende des vierzehnten Jahrhunderts.[6]

Herkunft:

Tätigkeitsgebiet:

Verwandtschaft:

Tätigkeiten

Aktivitäten als Gewaltakteur: Bremer Kaufleute warfen Peter Reynerszone vor, er habe – gemeinsam mit Dyderic van Merse – Johanne Wulve Schaden zugefügt. Überdies habe Peter Reynerszone Ghodeken Wigghere und Johanne Waghene dreißig Goldmünzen geraubt und anschließend van Hollant übergeben.[7]

In einem Schreiben der Stadt Köln an Herzog Albrecht von Bayern findet Reynerszone – Untertan des vorbezeichneten Fürsten, welcher in Personalunion Graf von Holland war – ebenfalls Erwähnung. Reynerszone habe Friderich Bruwer Güter entwendet, aber nicht das gesamte Diebesgut zurückgegeben.[8]

In einem weiteren Schreiben an Albrecht von Bayern – diesmal auch als Graf von Hennegau – trägt die Stadt Köln die Beschwerde vor, Reynerszone habe Everhart van Monhem auf See zwei mit Reis gefüllte Fässer geraubt, jedoch nur ein halbes Fass zurückgegeben. Van Monhem stehe die Rückforderung der restlichen anderthalb Fässer – mit einem geschätzten Wert von zwanzig Nobel – zu.[9]

Die Stadt Köln wendet sich in einem weiterem Schreiben an Albrecht von Bayern, weil Reynerszone in Norwegen Friedrich Bruwer Wein und weitere Güter gestohlen und anschließend nach Holland gebracht habe. Ein Teil des Diebesgutes habe Reyernszone bereits zurückerstattet; der Restwert liege bei, schätzte der Geschädigte, zweihundert Nobeln – einschließlich entgangenem Gewinn.[10]

In einem Schreiben an Albrecht von Bayern rechtfertigt Hochmeister Konrad von Jungen den Güterarrest Amsterdamer Kaufleute in Preußen. Gemäß diesem Schriftstück habe Reyernszone den Hintersassen des Deutschen Orden Waren auf See geraubt.[11]

Peter Reynerszone wird am dritten Februar 1398 nach den Den Haag geladen um sich dort vor dem gemenen kopman für den von ihm verursachten Schaden zu verantworten.[12]

In den Aufzeichnungen der Verhandlungen des Ratsherren Johann Boller über Schadensersatzzahlungen, welche die Holländer den Bremern leisten sollten, vom 1. Mai 1400 findet Reynerszone in der Fußnote ebenfalls Erwähnung.[13]

Status:

Fahrgemeinschaften:

Auftraggeber:

Geschädigte: Johanne Wulve, Ghodeken Wigghere und Johanne Waghene.[14],  Friderich Bruwer[15], Everhart van Monhem[16]

Angaben zu Schiff und Besatzung:

Sonstige Tätigkeiten:

Dokumentation der Recherche

Ohne Ergebnis gesucht in:

  • HR I.8, Nr. 1134
  • HUB 4
  • HUB 6
  • LUB 4
  • HR I.4
  • HR I.5
  • HR I.6
  • HR I.7

Sonstiges

Quellen

Literatur

Seifert: Kompagnons und Konkurrenten, S. 151 (mit weiteren Quellen).


Einzelnachweise

  1. HUB 5, Nr. 342

  2. HUB 5, Nr. 356

  3. HUB 5, Nr. 350

  4. HUB 5, Nr. 355

  5. Eelco Verwijs, De oorlogen van hertog Albrecht van Beieren met de Friezen in de laatste jaren der XIV. eeuw, Utrecht 1869, S. 146

  6. HR I.8, Nr. 1133, §6; HUB 5, Nr. 342

  7. HR I.8, Nr. 1133, §6

  8. HUB 5, Nr. 342

  9. HUB 5, Nr. 350

  10. HUB 5, Nr. 355

  11. HUB 5, Nr. 356

  12. Eelco Verwijs, De oorlogen van hertog Albrecht van Beieren met de Friezen in de laatste jaren der XIV. eeuw, Utrecht 1869, S. 146

  13. BUB 4, Nr. 249

  14. HR I.8, Nr. 1133, §6

  15. HUB 5, Nr. 342; HUB 5, Nr. 355

  16. HUB 5, Nr. 350


0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9