Wulf Wulflam war der Sohn des Stralsunder Bürgermeisters Bertram Wulflam und später selbst Bürgermeister von Stralsund. 1385 übernahm er als Gewaltunternehmer im Auftrag des Hansetages die Bekämpfung der "Seeräuber". Später tritt er auch als Dienstherr von Söldnern zu Lande in Erscheinung. Er war auch im Umfeld der Herzöge von Pommern und des Dänischen Königshofes aktiv.

## Leben

Namensvarianten: Wulfhard Wulflam, Wulf Wulflam, Wlf Wlflam, Wulf Wulfflam, Wlf Wlfflam, Wlf Wlleflam, Wulf Wulflame

Lebensdaten: Geboren Mitte des 14. Jahrhunderts

Herkunft: Geboren in Stralsund

Tätigkeitsgebiet: Verwalter und später Stadtrat und Bürgermeister

Verwandtschaft: Ältester Sohn von Bertram Wulflam, Vater von Katharina und Thideke Wulflam , Zwei Brüder: Bertram und Nikolaus, Dritte Generation der in Stralsund lebenden Wulflams

## Tätigkeiten

Aktivitäten als Fehdehelfer: Wurde am 16.März 1385 mit der mit der Aufgabe der Befriedung der Ostsee betraut später dann mit der Befriedung des Umlandes. Erste Reise als hansischer Ratssendebote führte ihn im Mai und Juni 1395 nach Skanör,Falsterbo uns schliesslich nach Schloss Lindholm, wo er den Zwist zwischen Königin Margarete und den Mecklenburgern schlichten sollte. Aus diesen Bemühungen ging schliesslich der Vertrag von Lindholm vom 17. Juni 1395 hervor, der den Konflikt in geregelte Bahnen lenkte.

Auftraggeber: Die Hanse, sowie die Stadt Stralsund, enge Beziehungen zu Königin Margarete werden ihm unterstellt, siehe hierzu ergänzend: Diplomatarium Svericum, ob dies auch von schwedischer Seite berichtet wird.

Angaben zu Schiff und Besatzung: Die Angaben hierzu sind unterschiedlich. So wird beispielsweise in der Veröffentlichung des Stadtarchivs Stralsund IV "Die Hansestadt Stralsund - Die beiden ersten Jahrhunderte der Geschichte" von Konrad Fritze, von einer Zahlung von 5000 Mark, der Bereitstellung von vier voll ausgerüsteten Schuten und der Bereitstellung einer bestimmten Anzahl von Geschützen und Büchsen mit dem dazu benötigten Pulvervorrat gesprochen. Darüber hinaus ist von "noch eine Anzahl anderer Schiffe" die Rede. Vollständige Prosopographie Wulflams in Werlichs Beitrag von 1998 zu finden.

Es ist ein Siegel Wulflams erhalten: Werlich, Ralf-Gunnar: Wulf Wulflam - ein hansischer Diplomat aus Stralsund., in: Detlef Kattinger/Horst Wernicke (Hg.): Akteure und Gegner der Hanse - Zur Prosopographie der Hansezeit, Weimar 1998, S. 67ff., Abb. 1. Vgl.: Rigsarkivet København, Ny kronologisk række, Nr. 1840.

## Literatur

Fritze, Konrad: Die Hansestadt Stralsund - Die beiden ersten Jahrhunderte der Geschichte., in: Veröffentlichung des Stadtarchivs Stralsund IV , Schwerin 1961, S. 192-229.

Ders.: Entstehung, Aufstieg und Blüte der Hansestadt Stralsund., in: Ewe, Herbert (Hg.): Geschichte der Stadt Stralsund, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Stralsund X, Weimar 1984, S. 9-102.

Werlich, Ralf-Gunnar: Wulf Wulflam - ein hansischer Diplomat aus Stralsund., in: Detlef Kattinger/Horst Wernicke (Hg.): Akteure und Gegner der Hanse - Zur Prosopographie der Hansezeit, Weimar 1998, S. 67-93.
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