Wyttekop tritt anscheinend mehrfach in Zusammenhang mit Güterwegnahmen auf. Er war um 1393 Mitglied der Vitalienbrüder und Fehdehelfer im Auftrag Herzog Johanns IV. von Mecklenburg.

Leben

Namensvarianten: Wyttekop, Witteekoop

Lebensdaten:

Herkunft: Rostock (?)

Tätigkeitsgebiet: Ostseeraum

Verwandtschaft:

Tätigkeiten

Aktivitäten als Fehdehelfer:

Im Dezember 1392 fordert der Rat zu Lübeck den Rat zu Rostock auf, scheinbar beschlagnahmte Güter und Schiffe wieder frei zu geben. Hierbei wird Wyttekoop explizit aufgeführt, Güter von Ludekinus LuchchowenHinrico Butzowen und Ludekinus Smede sowie von Hinrico CerrentynVickonus EulfJohannes van der LyndenJohannes de StrayTydenamm der Lune und Hermann Vyncken genommen zu haben und diese nun wieder auszuhändigen. Erstaunlich ist, dass nur Wittekoop als Schädiger aufgeführt wird, es wird keine Fahrgemeinschaft genannt.[1]

Wyttekop wird in den Aufzeichnungen der Versammlung zu Lübeck am 3. Mrz. 1394 als Gewaltakteur auf See auffällig. Er taucht in einer Übersicht des Johann Stoltevoit (Stoltevot)[2] auf, die dem Rat zu Reval Angaben über den durch die Vitalienbrüder unter Johann von Mecklenburg erlittenen Schaden livländischer Schiffe unter Angabe der Namen von Schiffern und Tätern geben sollte. [3]

Status: unbekannt

Fahrgemeinschaften: Arnd Stuke, Clawus MylgesHinrik van der Lu, Bertholt vanme Zee, Prybe, Hinrik Tydemans, Hennynk Crabbe, Henneke vanme Zee, Henneke Scharbouwe, Detlef Knut, Knut Bernevur, Hennynk Norman, Clawis Zwarte, Crekauwe, Rode Kremer, Hans Meygendorp, Ketelhoid, Clawis Tymne, Beydenstorp, schipper Wedige, Degenert, Hennynk, Volmer Wrede, Schonenberg [4]

Auftraggeber: Herzog Johann IV. von Mecklenburg

Angaben zu Schiff und Besatzung:

Sonstige Tätigkeiten: 1420 taucht ein Wittekop als Söldner in einer Soldquittung auf. Diese trägt das Siegel des Curd von Stenhus. Die Fahrgemeinschaft setzte sich zusammen aus Dietrich und Curd von Stenhus, Woluer van Reden, Hans und Hinrik, Dyderik van Berhusen, Hans Rodevut und Dobelhans, Stacius van Arnem, Giseke Royte, Tydeman Rassche, Hans Rassche, Hinrik Osing, dem wilden Johan, Pallingebrucghe und Hans van Osselssem.[5] Aufgrund des zeitlichen Abstands ist nicht klar festzulegen, ob es sich um dieselbe Person handelt.

Sonstiges

Der 1370 im Zusammenhang mit dänisch-hansischen Frieden genannte Hauptmann Johann Wittekop zu Wittekelde und Hadersleben scheint nicht identisch mit dem hier thematisierten Fedehelfer zu sein.[6][7] Hadersleben (heute Haderslev) befindet sich heute in Syddanmark, 1320 in Nordschleswig.

Nicht gefunden in:

  • HR I, 1,2,3,4,5,6,7
  • MUB XX, XXI, XXIII, XXIV
  • UB Lüb 5

Quellen

HR I,8 960

MUB XXII 12461

MUB XXII 12584 (Inhalt identisch wie HR I,8 960)

(UB Lüb 4 CCCX)

(UB Lüb 4 CCCXII)

UB Lüb 6 CCLXXVI

Literatur


Einzelnachweise

  1. MUB XXII 12461

  2. MUB XXII 12584

  3. HR I, 8 Nr. 960

  4. HR I, 8 Nr. 960

  5. UB Lüb 6 CCLXXVI

  6. UB Lüb 4 CCCX

  7. UB Lüb 4 CCCXII


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